Taekwon-do wurde am 10.04.1954 nach einer zehnjährigen Entwicklungszeit von General Choi Hong Hi (1918 - 2002), der Öffentlichkeit vorgestellt. Es basiert auf bis zu 2000 Jahre alten Kampfkünsten aus Korea. Die Ausübung dieser alten Kampfkünste war über Jahre verboten, vor allem in der Besetzungszeit der Japaner. Sie wurden aber heimlich von einigen Meistern und ihren Schülern, weiter praktiziert.
Heute gibt es zwei wesentliche Systeme des Taekwon-do. Dies hat seinen Ursprung in politischer Zwietracht. Der Vater und Begründer des modernen Taekwon-do, General Choi Hong Hi, seinerzeit koreanischer Botschafter dieses Landes, musste wegen seiner demokratischen Einstellung sein Vaterland Korea verlassen. In Südkorea selbst stellte man darauf hin das WTF Taekwondo vor, während in Nordkorea weiter das ITF Taekwon-do gelehrt wird. Es bleibt uns nur den beiden Ländern Nord- und Südkorea das gleiche Glück der Wiedervereinigung zu wünschen, wie Deutschland. Dann wäre auch der Weg für ein gemeinsames Taekwon-do frei.
Taekwon-do beinhaltet verschiedene Kampfarten. Ein Trend liegt bei den Sportlern im Leichtkontakt mit Hand- und Fußschutz. Ein anderer Trend liegt beim Vollkontakt mit der Schutzweste. In beiden Wettkampfarten werden Meisterschaften wie Regional-, Deutsche-, Internationale-, Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen. Nur wenn man Taekwon-do als Kampfkunst und nicht als Kampfsport verstehen will, kann der Wettkampf nicht der einzige Weg sein. Daher wird nicht nur aus traditionellen Gründen, sondern auch zur eigenen Körperbeherrschung, der Kampf ohne Hand und Fußschutz bei Prüfungen gefordert. Hier muss jeder einzelne Sportler zeigen können, wie er seine Techniken beherrscht und sie kontrollieren kann, ohne seinen Partner zu verletzen.
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